Tipps rund ums Tauchen

Digitale Unterwasserfotografie

Ohrentropfen für Taucher

FAQs zu Ausbildung

 

Digitale Unterwasserfotografie

In den letzten Jahren hat ein regelrechter Boom der digitalen Fotografie eingesetzt - viele möchten die Vorteile der Digitalen Fotografie auch unter Wasser nützen. Ein großer Vorteil der digitalen Fotografie ist, dass man auf dem eingebauten Monitor bereits vor dem Drücken des Auslösers eine genaue Vorschau des Fotos hat, und spätestens gleich nach dem Fotografieren kann man das Ergebnis kontrollieren und gegebenenfalls löschen.

Generelle Tipps wie "möglichst nahe ans Objekt" usw. möge sich der Interessierte an anderer Stelle holen - diese gelten bei der analogen Fotografie wie bei der digitalen.

Hier ein paar Tipps zur digitalen Fotografie unter Wasser:

Bildqualität

Die Bildqualität der meisten Digitalkameras steht der einer analogen Spiegelreflex-Kamera meist in nichts mehr nach. Mit einem guten Photodrucker (am besten ein 6-Farbendrucker) auf A4 ausgedruckte Bilder sind von einem im Labor entwickelten Bild einer analogen Kamera eigentlich nicht mehr zu unterscheiden.

 

Auflösung

Als Mindestauflösung empfehle ich 3 Mio Pixel, mehr muss es aber nicht sein. Man bedenke, dass wenn man ein Bild doppelt so lange und doppelt so breit ausdrucken möchte, braucht man bei gleichbleibender Qualität die 4-fache Anzahl an Pixel. Da spielt es dann keine Rolle, ob man 3, 4 oder 5 Mio Pixel hat! Viel wichtiger ist es, auf andere Eigenschaften wie Lichtempfindlichkeit (mehr dazu im nächsten Punkt) oder Qualität des CCD Chips der Kamera zu achten. Ich habe einmal mit zwei Kameras, mit 1.3 und 2.5 Mio Pixel, unter identischen Bedingungen Fotos geschossen und die Ergebnisse verglichen: die Bilder der 1.3er waren ohne Zweifel besser! Auflösung alleine ist bei weitem nicht alles!!!!

 

Dieses Beispielfoto zeigt die hohe Lichtempfindlichkeit deutlich: ohne Blitz in der bereits sehr fortgeschrittenen Dämmerung geschossen! Mit Blitz hätte man nichts von den effektvollen Lichtern gesehen.

Lichtempfindlichkeit, Beleuchtung/Blitz

Einer der größten Vorteile der digitalen Fotografie ist die enorme Lichtempfindlichkeit der Kameras. Unter Bedingungen, unter denen man bei analogen Modellen nur mehr "schwarz" sieht, kann man mit der digitalen Kamera noch durchaus gute Fotos schießen. Ich empfehle zum Ausleuchten in größerer Tiefe eine etwas stärkere Taucherlampe - ich selbst verwendete lange Zeit eine 12V/100W HLX Leuchte von Variolight mit Spot+Flood Reflektor und erzielte damit beste Ergebnisse! Sehr oft reicht es, wenn man mit dem starken Licht ein Interessantes Objekt oder Detail im Vordergrund beleuchtet, während der Hintergrund in den "originalen" Farben bleibt. Wichtig dabei ist, dass das Licht aus einer anderen Richtung kommt als die "Blickrichtung" des Objektivs. Also z.B. mit der Lampe in der ausgestreckten Hand von schräg oben aufs Objekt leuchten, NICHT VON VORNE!! Fast ausnahmslos verzichten sollte man auf den eingebauten Blitz, ich habe bis heute kein Bild geschossen, das mit eingebautem Blitz besser war als ohne oder mit Lampe. Ein Beispiel für die Lichtempfindlichkeit meiner Kamera: unter typischen Mittelmeer-Verhältnissen ist die Belichtungszeit in ca.30 m Tiefe an einem Wrack zwischen 1/125 und 1/400 s!!!

Nach einigen Jahren UW-Fotografie ohne Blitz habe ich mir dann den Inon 2000W STTL Sklavenblitz zugelegt. Die Ergebnisse sind wegen der breiteren und stärkeren Ausleuchtung noch etwas besser. Es muss aber jeder selbst entscheiden, ob ihm dieser Vorteil das Geld wert ist.

 

 

Meine Ausrüstung:

Inon UWL-100 Typ 2 Weitwinkel

Olympus PT 010 Gehäuse

Kamera Olympus 4040

Inon 2000W Blitz + Blitzarm + Kameraschiene

Kameratyp

Bei der Auswahl der Kamera sollte man darauf achten, dass es auch ein entsprechendes Gehäuse auf dem Markt gibt. Nicht für alle Kameras gibt es erschwingliche Gehäuse. Digitale Spiegelreflexkameras sind in der Anschaffung meist deutlich teurer und bringen unter Wasser keine Vorteile.

 

 

Handling

Die meisten digitalen Kameras sind samt Gehäuse, unter anderem aufgrund der Tatsache, dass man meist keinen Blitz braucht, sehr kompakt und daher sehr gut geeignet, sie bei jedem Tauchgang für den einen oder anderen Schnappschuss ganz locker am Handgelenk befestigt dabei zu haben. Analoge Fotografie ohne Blitz ist hingegen undenkbar!

 

 

 

Sehr motivierend ist, dass man mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und Kreativität bereits vom ersten Tauchgang mit recht tollen Bildern zurück kommt!

 

 

Ohrentropfen für Taucher

Um die vor allem in warmen Gewässern immer wieder auftauchenden Probleme mit Ohrenentzündungen (ausgelöst meistens durch gramnegative Bakterien, deren Wachstum durch feuchte Bedingungen begünstigt wird) zu verhindern, hat sich eine recht einfache Methode der Vorbeugung als nützlich erwiesen: Gleich nach dem Tauchen, also noch auf dem Boot, die Ohren mit Süßwasser spülen, und anschließend einige Tropfen (nicht sparen) einer Ohrenspülung (Rezept siehe unten) erst in das eine und dann ins andere Ohr eintropfen (Kopf jeweils etwa 30 s schräg halten zum einwirken lassen) und wieder auslaufen lassen. Um ein zu starkes Austrocknen der Ohren zu vermeiden, kann man im Anschluss einen Tropfen ölhaltiger Ohrentropfen (vom Taucherarzt verschreiben lassen) verwenden.

Hier das Rezept für die Ohrenspülung - kann man sich in der Apotheke mischen lassen (am besten 100 oder 200 ml):

5% Eisessig (konzentrierte Essigsäure, 99-100%)

10% A. dest (destilliertes Wasser)

85% 2-Propanol (Isopropanol)

 

FAQs zur Ausbildung

 

Bei Welcher Sporttauchorganisation?

Es gibt viele verschiedene Tauchsportorganisationen und den ewigen Streit, wer nun die beste sei. Eine der verbreitetsten Organisationen, deren Brevet auch überall anerkannt wird, ist  PADI (Professional Organisation of Diving Instructors). Die meisten österreichischen Tauchschulen bilden nach PADI-Richtlinien aus.

 

Wie läuft ein Anfängerkurs ab?

Der PADI Anfängerkurs ist der Open Water Diver (OWD). Er besteht aus 5 Theorielektionen zu jeweils ca. 2 Stunden, 5 Hallenbadeinheiten und einem Wochenende mit 4 Prüfungstauchgängen in einem See. Nach erfolgreichem Abschluss erhält man ein international anerkanntes Brevet.

 

Wo mache ich den Kurs?

Ich empfehle jedem, der einen Tauchkurs belegen möchte, dies nicht im Urlaub, sondern bereits vorher zuhause zu tun. Erstens ist es nicht gerade lustig, im Mittelmeer oder auf den Malediven ein paar Tage lang den Vormittag mit Theorielektionen und den Nachmittag im seichten Wasser mit irgendwelchen Übungen zu verbringen, während die bereits ausgebildeten Taucher zu den tollsten Tauchplätzen ausfahren. Zweitens kommt es leider immer wieder vor, dass in Urlaubsorten durchgeführte Tauchkurse sogenannte Schnellkurse sind, die nur wenig Wissen vermitteln und somit den an sich völlig ungefährlichen Tauchsport zu einer Gefahr werden lassen. Es gibt natürlich immer Ausnahmen, aber diese vorbildlich geführten Tauchbasen sind leider sehr selten.

 

Wenn Du in Krems, St. Pölten oder sonst wo in der näheren Umgebung wohnst, würde es mich freuen, wenn Du Dich an den Tauchclub Krems wendest. Nach einigen Jahren an einer der größten Wiener Tauchschulen (Action Diving Austria), mehreren Jahren bei Harry's Tauchschule in Traismauer und am Erlaufsee sowie mit dem Tauchsportcenter Krems bin ich nun Mitbegründer des Tauchclub Krems. Gemeinsam mit Harry's Tauchschule bieten wir Tauchkurse von der Beginnerstufe bis zum Tauchlehrer an.

 

Links:

PADI

Tauchclub Krems

Harry's Tauchschule